Chronik des Fußballvereins

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Begonnen hat alles im Jahre 1928, als aus den Reihen des damaligen Jungmännervereins einige Sportler die Idee hatten, einen Sportverein zu gründen und zwar den heutigen SV Mittelhof. Erster Vorsitzender wurde Lehrer Fabry aus Altenbrendebach, erster Geschäftsführer Herr Rentmeister Aloys Brück, Oberkrombach.

Erste und wichtige Aufgabe, die Herrichtung eines einigermaßen bespielbaren Ackers. Mit den bloßen Händen, Hacke und Schaufel wurde der Platz "Auf dem Stuhl" bearbeitet. Dann war es soweit. Zum ersten Spiel traten obige Spieler an. Es war ein guter Start, man gewann 1:0!

Nach dem tragischen Schicksal, dass viele der Aktiven in dem unheilvollen 2. Weltkrieg ereilen sollte, erfuhr auch die damalige DJK politisch bedingte Schläge. Die DJK musste auf Geheiß der Gestapo 1935 aufgelöst werden. Sie wurde einfach verboten.

Doch nach dem sinnlosen und verlorenen Krieg ging es bald wieder weiter. Im August 1946 wurde durch eine Mitgliederversammlung beschlossen, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen und dies unter äußerst schwierigen Bedingungen. Gab es doch keine Spielbälle oder passende Sportkleidung. Hier musste improvisiert werden. Aber man wusste sich zu helfen. Auch die Entfernung zu den Auswärtsspielen stellte ein Problem dar. Es mussten weite Wege zu Fuß zurückgelegt werden.

Dann kam eine revolutionäre Verbesserung. Ein mit Holz betriebener LKW-Vergaser wurde zu den Auswärtsspielen genutzt. Der Chronist erinnert sich noch an ein im Kindesalter erlebtes Ereignis. Mittelhof spielte in Gebhardshain ein Meisterschaftsspiel. Das Spiel endete unentschieden. Schon während des Spiels war es zu unschönen Szenen mit körperlichen Attacken und Handgreiflichkeiten gekommen, so dass der Schiedsrichter das Spiel abbrechen musste. Doch dann kam es nach Spielschluss zu einem bösen Unglück. Der Holzvergaser war nach Beendigung des Spiels kaum 100 m vom Sportplatz entfernt, da löste sich die in der Eile nicht richtig verschlossene hintere "Bracke" und viele der Spieler fielen zurück auf die Straße und waren zum Teil so schwer verletzt, dass sie zum einzig im Ort ansässigen Arzt, Dr. Strüder, in Behandlung mussten.

Es waren noch raue Sitten, damals.

Am 05.03.1950 legte der 1. Vorsitzende nach dem Krieg, Peter Kölzer, sein Amt nieder. Linus Reifenrath, Grube Friedrich, wurde sein Nachfolger. 1951 wurde in einer außerordentlichen Mitglieder- versammlung Lehrer Josef Wingender, Steckenstein, zum neuen Vorsitzenden gewählt.Die Gemüter beruhigten sich.Im Jahre 1954 übernahm Aloys Zöller die Vereinsführung . Im gleichen Jahr konnte der Verein sein 25- jähriges Bestehen feiern. Gesundheitliche Probleme zwangen Aloys Zöller zur Aufgabe. Hermann Benner übernahm sein Amt.

Wegen personeller Schwierigkeiten musste die 1. Mannschaft aus dem Spielbetrieb genommen werden. Die Existenz schien bedroht. Im Jahre 1957 übernahm Peter Kölzer noch einmal die Vereinsführung. Nach dem Tal der Tränen ging es wieder aufwärts. Peter Kölzer wurde 1960 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Josef Löhmann, Grube Friedrich, wurde Vorsitzender.1960 errang die 1. Mannschaft den Ludwig-Wolker-Pokal.I

Am 01.04.1962 übernahm der unvergessene Hermann-Josef Ley, Grube Friedrich, den Vorsitz, den er bis 1967 mit großem Ehrgeiz ausfüllte. 1964 wurde mit den Umbauarbeiten am Sportplatz begonnen.
Sehr viel Eigenleistung und auch finanzielle Opfer wurden erbracht. Am 29.01.1965 wurde die neue Anlage eingeweiht.

Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass das gesamte Sportplatzgelände in ganz uneigennütziger Weise von der Familie Baldus, Oberkrombach, durch Pachtvertrag dem Sportverein überlassen wurde. Die sportlichen Erfolge in dieser Zeit konnten sich sehen lassen. Drei Mannschaften spielten damals unter Trainer Manfred Schuhen.

1967 stand wieder die Neuwahl eines Vorsitzenden an. Gewählt wurde Walter Thome, Neuvoßwinkel, der den Verein bis 1975 leitete. Vom 11.-13. März 1968 konnte das 40jährige Bestehen des Vereins begangen werden.
Die Mitbegründer des Vereins, Herr Lehrer Fabry und Herr Aloys Brück, wurden Ehrenmitglieder.

In diesem Jahr hatte der Verein sportlich wohl die größten Erfolge. Heribert Greis schoss unter Trainer Manfred Schuhen die 1.Mannschaft zum Meister in der 2. Kreisklasse und zum Kreispokal. Ein stolzer Erfolg. Große Verdienste hat sich in dieser Zeit der langjährige Geschäftsführer Berthold Reifenrath erworben, der mit vorbildlichem Sportsgeist dazu beigetragen hat, Gemeinschaftssinn zu praktizieren.

Am 22.01.1969 wurde eine Damenmannschaft gegründet. Mit anfänglichen guten Erfolgen. Leider war die personelle Spielerdecke zu klein und man musste aufgeben. Die 1.Mannschaft musste 1970 absteigen. Aus der Not geboren ging man eine Spielgemeinschaft mit den Sportfreunden Schönstein ein, die allerdings nur ein Jahr Bestand hatte.1975 übergab Walter Thome den Vorsitz an Manfred Baldus, der die Mannschaft lange Jahre vorbildlich betreut hatte. Die 1.Mannschaft schaffte im Jahre 1976 noch einmal den Aufstieg in die 2. Kreisklasse.

I977 übernahm Raimund Schneider die Vereinsführung. Mit ihm zusammen hat sich der langjährige Geschäftsführer Hermann Josef Reifenrath, große Verdienste um den Verein erworben. Viele neue Aktivitäten wurden ins Leben gerufen. So das Waldfest, der Wandertag und viele Vereinsfeste.

Zum 50jährigen Jubiläum konnte der Vorsitzende, Raimund Schneider, anlässlich des Festkommerses zahlreiche Gäste begrüßen. Für 50jährige Mitgliedschaft und gleichzeitige Mitbegründer wurden geehrt:

Josef Löhe, Hugo Reifenrath, Paul Schuh, Linus Reifenrath, Hermann Holschbach und der langjährige Ortsbürgermeister Karl Stangier. Ein würdiges Fest in würdigem Rahmen. Im Jahre 1978 wurde auch die erste Damenabteilung im Verein, eine Gymnastikgruppe, ins Leben gerufen. Marlies Hoffmann stellte sich als Übungsleiterin zur Verfügung. Diese Gruppe besteht auch heute noch.

Am 05. Januar 1981 schritt man erneut zur Neuwahl eines Vorsitzenden. Otto Hoffmann übernahm das Amt. Obwohl im Sport kein "Unerfahrener", stellte der Verein in den folgenden Jahren große Anforderungen an die Vereinsführung. Erwähnt sei nur die Schließung des Vereinslokals und damit der Wegfall des Umkleide- und Duschmöglichkeiten für die Aktiven. Hier hatte die Vereinsführung frühzeitig gegen erheblichen Widerstand reagiert und eine neue Umkleide im Sportplatzgebäude geschaffen. Viele Stunden in Eigenleistung wurden erbracht, bis man in einer kleinen Feierstunde den Herren Ortsbürgermeister Rödder und Bürgermeister Scholl, das schöne Gebäude vorzeigen konnte. Der Vorstand durfte mit Recht auf die besondere Leistung stolz sein, war doch mit dieser weitsichtigen Entscheidung der weitere Spielbetrieb gesichert. Der seit 1982 tätige, rührige Geschäftsführer Josef Hartmann hatte maßgeblichen Anteil an der Beschaffung der erforderlichen Mittel.

Am 21.01.1983 wurde der Verein durch Beschluss der Mitgliederversammlung in das Vereinsregister eingetragen.

Am 03. Januar 1987 musste Otto Hoffmann aus gesundheitlichen Gründen das Amt an den bisherigen Geschäftsführer, Josef Hartmann, abgeben. Unter seiner Führung erlebte der Verein seinen größten Aufschwung. Im Jahre 1992 schaffte die 1.Mannschaft unter Trainer Albert Rödder den langersehnten Aufstieg zur Kreisliga B.

Dieses Ereigniss wurde im Rahmen eines Festwochenendes im eigens errichteten Festzelt neben dem Vereinslokal Cordes gebührend gefeiert. In die Ära Josef Hartmann fiel auch die Sanierung des Sportplatzes einschließlich der Neuerrichtung einer Flutlichtanlage und die Erweiterung des Sportplatzgebäudes um das "Sportlerheim" im Jahre 1993.

Trotz guter Rahmenbedingungen konnte die 1.Mannschaft im Jahre 1995 die Zugehörigkeit zur
B-Klasse nicht halten und stieg ab. Noch zu B-Klassenzeiten wurde die wichtige Gründung der Spielgemeinschaft mit dem TuS Niederhövels vorgenommen. Sie funktioniert bis heute sehr gut. Dafür auch Dank den "Hövelsern".

Ein weiterer Dank soll auch hier erfolgen an die Sponsoren PG. Hassel, HJ Schmidt, Willi Kötting, Franz Cordes und Paul Wagner.
Letzterem verdanken wir die kleine aber feine Tribüne mit einer gelungenen besonderen Dachform.
Aus persönlichen Gründen dankte Josef Hartmann 1996 leider ab.

Toni Röttgen trat das Amt des Vorsitzenden an und damit in große Fußstapfen. Zur Zeit fährt das Schiff in ruhigen Gewässern. Es spielen noch zwei Senioren-Mannschaften mit etwas wechselndem Erfolg. Erwähnenswert ist der erneute Aufstieg der Spielgemeinschaft in die Kreisliga B unter Trainer Michael Schmidt.

Höchst erfreulich ist zu berichten, dass vor einigen Jahren mehrere Jugend- und Bambinimannschaften gegründet wurden. Diese erfreuliche Entwicklung verdanken wir - dies wollen wir ausdrücklich erwähnen- dem Jugendleiter Heribert Schmidt, sowie den Übungsleitern Horst Quint, Hans Walter Blum und Klaus Thome, sowie ihren Helfern, die sich ganz uneigennützig in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Auch eine Alte-Herren Mannschaft nimmt rege am Spielbetrieb teil. Hierfür zeichnen Werner Brück und Bernhard Klein verantwortlich.